Rudolf Virchow (1821 – 1902)

Rudolf Virchow war Pathologe, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker. In Würzburg und Berlin erlangte er Weltruf. Er begründete mit der Zellularpathologie und seinen Forschungen zur Thrombose die moderne Pathologie und vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin.
Er forderte vehement die Möglichkeit einer berufsmäßigen Ausbildung zur Krankenpflege sowie die flächendeckende Einrichtung von Krankenpflegeschulen an jedem großen Krankenhaus. Auf der Berliner Frauen-Vereins-Conferenz von 1869 skizzierte Virchow seine Vorstellungen über die berufsmäßige Ausbildung der Krankenpflege. Zentrales Argument Virchows ist, dass sich die Krankenpflege innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft und nicht in kirchlichen Institutionen organisieren solle. Weiter argumentiert er, dass die Geschlechtertrennung der Pflegkräfte auf den Pflegestationen aufzuheben sei. Die Durchführung müsse staatlich organisiert sein und die Finanzierung genossenschaftlich getragen werden. (Quelle: Wikipedia; hpsmedia)