Martin Mendelsohn (1860 – 1930)

Martin Mendelsohn war ein deutscher Mediziner und Hochschulprofessor der Medizin und der Krankenpflege der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Er habilitierte sich am 1. Februar 1895 zum Thema Krankenpflege und spezifische Therapie. In den Folgejahren hielt er Vorlesungen über Krankenpflege, die allerdings ausschließlich für Studierende der Medizin gedacht waren. Mendelsohn wollte die Krankenpflege als ärztliche Subdisziplin etablieren. Im Jahre 1899 publizierte er die Monographie Krankenpflege für Mediziner bei Gustav Fischer in Jena. Für Mendelsohn bestand Krankenpflege aus den drei Elementen der Krankenversorgung, der Krankenwartung und der Hypurgie. In diesem differenzierteren Verständnis war es nun vor allem die Hypurgie als Summe und Inbegriff der vielfältigen Maßnahmen, die man unter dem Begriff Krankenpflege zusammenfasst, die als eine rein medizinisch-wissenschaftliche Disziplin unbedingt in der Hand des Arztes zu verbleiben hatte und als medizinisches Spezialgebiet institutionalisiert werden sollte. Mendelsohn übernahm 1894 die Redaktion der ärztlichen Zeitschrift für Krankenpflege. Ab 1901 gab er seine eigene Zeitschrift Die Krankenpflege. Monatsschrift für die gesamten Zweige der Krankenpflege und Krankenbehandlung in Wissenschaft und Praxis heraus. (Quelle: Wikipedia)