Nursing Science
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Pflegewissenschaft – ist eine noch sehr junge Wissenschaft: In den USA wurde Adelaide Mary Nutting im Jahre 1907 zur ersten Professorin für Kranken- und Gesundheitspflege am Teachers College der Columbia University in New York berufen. In den 50iger Jahren kam es zum Aufschwung der Pflegewissenschaft. Die wissenschaftliche Zeitschrift „Journal of Nursing Research“ wurde 1952 gegründet. Und in den 60iger und 70iger Jahren fanden die ersten Pflegeforschungskonferenzen statt. 1991 wurde das „National Center for Nursing Research“ zu einem eigenständigen „National Institute for Nursing Research“ aufgewertet.

Die Pflegewissenschaft in den USA war eine Entwicklung der Pflege. In Deutschland hingegen ist der Beginn der wissenschaftlichen Krankenpflege auf eine ärztliche Initiative zurückzuführen. Der Internist Ernst von Leyden, seit 1885 Direktor der Medizinischen Universitätsklinik der Charité, gilt als ihr Initiator. Er räumte der Pflege einen eigenständigen Rang als „Heilmethode“ ein und regte ihre wissenschaftliche Bearbeitung an. Der Arzt Martin Mendelsohn (1860 – 1930) verstand die Krankenpflege schließlich als einen eigenständigen ärztlich-wissenschaftlichen Forschungszweig, für den er den Terminus „Hypurgie“ (Dienstleistung, Hilfe, Gefälligkeit) benutzte. 

Paul Jacobsohn (1868 – 1931) begann 1898 gemeinsam mit George Meyer (1860 – 1923) und Georg Liebe (1865 – 1924) ein mehrbändiges wissenschaftliches Handbuch der Krankenversorgung und Krankenpflege herauszugeben. Und gemeinsam mit dem Medizinalbeamten Eduard Dietrich (1860 – 1947) gab Paul Jabssohn ab 1898 die „Deutsche Krankenpflege-Zeitung“ heraus. 

Auf amerikanische Anregung gab es ab 1946 Gespräche zur Einrichtung eines Pflegestudienganges an der Heidelberger Universität. Diese führten zur Gründung der „Schwesternschule der Universität Heidelberg“ im Jahre 1953. Eine akademisierte Ausbildung scheiterte jedoch, nicht zuletzt am Widerstand der eigenen Berufsgruppe. 

In den 60iger Jahren gab es in der ehemaligen DDR die medizinisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Studiengänge Medizinpädagogik und Diplom-Krankenpflege. Erst in den 70iger und 80iger Jahren wurden in der BRD an den Hochschulen Pflegestudiengänge eingerichtet, zumeist als Pilotprojekte mit einer geringen Laufzeit. Ruth Schröck, Philosophin, Biologin, Sozialwissenschaftlerin, Krankenschwester und Fachkrankenschwester für Psychiatrie, wurde 1987 als erste Professorin für Pflege und Sozialwissenschaften an die Fachhochschule Osnabrück berufen. Gemeinsam mit Hilde Steppe, Inge Vollstedt, Gerda Kaufmann und Marianne Arndt gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des „Deutschen Vereins für Pflegewissenschaft“ – heute: Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft

Inzwischen bieten in Deutschland 78 Universitäten, Fachhochschulen und Akademien ein Pflegestudium an. Das Angebot umfasst insgesamt 149 Pflege-Studiengänge, davon 105 Bachelor und 44 Master. Eindeutig führend dabei ist die Pflegewissenschaft (81 Studiengänge), gefolgt von Pflegemanagement (41 Studiengänge) und Pflegepädagogik (32 Studiengänge). Daneben gibt es noch Studiengänge wie Advanced Nursing Practice, Palliativpflege und Gerontologie. (Stand: 2016) 

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