Pflegewissenschaft

Literaturrecherche

Publiziert von Dr. Jürgen Knoppik

Literaturrecherche – für die meisten Internetnutzer besteht sie darin, Suchbegriffe bei Google oder anderen Anbietern einzugeben, um sich dann die vielleicht ersten zehn Suchergebnisse anzuschauen. Für die alltäglichen Suchanfragen mag diese Vorgehensweise durchaus genügen, zumal sie sehr schnell zu Ergebnissen führt. Mit einer professionellen Recherche, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügen soll, hat das allerdings wenig zu tun. Effektiv ist diese Vorgehensweise nur in Hinsicht auf die Zeit, da man schnell zu vielen Ergebnissen gelangt; keineswegs effektiv ist dieses Vorgehen hinsichtlich der Qualität der Ergebnisse. Zudem ist dieses Verfahren sehr unkritisch, da man sich meistens auf eine Suchmaschine, auf deren Index und Auswahlkriterien verlässt. Quick and dirty nennen die Fachleute diese Methode, um damit deren Ambivalenz zu kennzeichnen. (Müller, Ragnar et al. 2013)

In diesem Beitrag sollen nützliche Hilfen, Suchinstrumente und Tipps für die eigene Literaturrecherche für die Fachgebiete der Pflege- und Gesundheitsberufe vorgestellt und bereitgestellt werden. Lassen Sie mich aber eines bereits im Vorfeld zur nachfolgenden Beschreibung des Prozesses der Literaturrecherche klären: Wenn hier der Eindruck entstehen sollte, dass die Literatursuche einen linearen Prozess zu durchlaufen habe, dann ist das keineswegs richtig. Ganz im Gegenteil: Die einzelne Literatursuche ist so verschieden von jeder anderen, dass dieser Prozess sich weder vereinheitlichen noch strikt linear gestalten lässt. Wie etwas mit welchen Keywords wo zu suchen ist, ist allein von der formulierten Fragestellung, Problematik, Hypothese oder Thematik abhängig. Die hier vorgeschlagenen Schritte sollen vielmehr als eine grobe Orientierung der Literaturrecherche verstanden werden, und weniger als eine unter allen Umständen einzuhaltende Abfolge im Sinne eines Kochrezeptes. Für eine erfolgreiche Literatursuche sind aus meiner Erfahrung drei Dinge viel wichtiger: 1. Während der Literaturrecherche offen zu sein und zu bleiben für alle neuen aufkommenden Ideen, 2. viel Zeit, Geduld und Genauigkeit in die Suche zu investieren – allzu oft wird nach viel zu kurzer Zeit verkündet: “Ich habe nichts gefunden!‘ -‚ und 3. alle Suchstrategien und Suchbegriffe genau zu dokumentieren. Dies zusammen macht eine gelingende Literaturrecherche aus. Dann nämlich werden auch Sie bald rufen können: ‘Heureka! – Ich habe gefunden!‘

Die Literaturrecherche lässt sich in drei Phasen untergliedern: Die erste Phase dient der Bestimmung des Untersuchungs- und Interessengegenstandes, die zweite Phase der eigentlichen Recherche und die dritte Phase der kritischen Beurteilung der Literatur. Jede Phase besteht aus einzelnen Schritten, die sich unterschiedlich lang und aufwendig gestalten können (Kleibel. Veronika: Mayer. Hanna 2011).

1. Phase
Ziel der ersten Phase ist es, das Thema, die Fragestellung bzw. das Problem zu eruieren und präzise zu bestimmen. Der ersten Phase lassen sich, wie unten abgebildet, vier Schritte zuordnen: Zunächst ist die Fragestellung, wenn sie nicht gerade vorgegeben ist, noch sehr vage (Schritt 1). Um die Fragestellung  bzw. das Thema abzustecken und zu präzisieren (Schritt 4) sind eine Grobrecherche (Schritt 2) sowie das Einlesen in die Thematik und Problematik (Schritt 3) sehr hilfreich.  

2. Phase
Ziel der zweiten Phase ist es, die relevante Literatur aufindig zu machen und sich diese zu besorgen. In dieser zweiten Phase geht es zunächst darum, die für das Fach, das Thema bzw. die Fragestellung relevanten Suchinstrumente auszuwählen (Schritt 5). Die möglichen Suchhilfen sind sehr vielfältig und abhängig von der Fragestellung. Gemeint sind nicht nur die digitalen, sondern darüber hinaus auch die analogen Suchhilfen, wie die Freihandaufstellungen einer Bibliothek, die Fachzeitschriften als Printausgabe und / oder die Bibliothekskataloge. 

Von der Qualität der Suchbegriffe (keywords) hängt ein großer Teil des Erfolgs bei der Suche ab. Deshalb kommt es darauf an, sich zunächst einmal zu überlegen, welche Suchwörter für die Fragestellung relevant sind (Schritt 6). Je nach Fragestellung sind die Suchbegriffe für eine Suche in den englischsprachigen Datenbanken zu übersetzen.

Die meisten wissenschaftlichen Publikationen sind heutzutage in englischer Sprache abgefasst (zum Glück nicht mehr in Latein). Ebenso die Abstracts, die der Relevanzprüfung der gefundenen Literatur dienen. Und nicht zuletzt lässt sich eine Literaturrecherche in den meisten Datenbanken nur in englischer Sprache durchführen. Ohne Englischkenntnisse ist also eine professionelle Literaturrecherche in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften kaum möglich. Doch keine Angst – Englisch lernen ist nicht schwer! Außerdem bietet das Internet zur Unterstützung Übersetzungstools an, die immer besser werden und die bei einer groben Übersetzung von Suchwörtern und kleineren Texten helfen können. Hier einige Übersetzungstools:

       

        

Bei der Suche nach relevanten Suchbegriffen helfen die Thesauri, die auch von Bibliothekskatalogen und Datenbanken angeboten werden. Als Thesaurus bezeichnet man ein Instrument, das versucht, ein Themengebiet genau zu beschreiben und zu repräsentieren. Es besteht aus einer systematisch geordneten Sammlung von Begriffen, die in thematischer Beziehung zueinander stehen. Der Thesaurus ist ein kontrolliertes Vokabular, auch Attributwertebereich genannt, für das jeweils zu beschreibende Attribut. Es werden in erster Linie Synonyme, aber auch Ober- und Unterbegriffe verwaltet.

OpenThesaurus ist ein deutschsprachiges Wörterbuch für Synonyme und Assoziationen. Man kann damit Wörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung nachschlagen. Zum Beispiel liefert die Suche nach dem Begriff “Dekubitus” die Synonyme “Dekubitalgeschwür”, “Dekubitalulkus”, “Druckgeschwür”, “Druckulkus”, “Wundliegegeschwür” und “Wundliegen”. Jeder kann bei OpenThesaurus mitmachen und Fehler korrigieren oder neue Synonyme einfügen. Die Suchfunktion zeigt alle Bedeutungen, in denen ein Wort vorkommt. Bei den einzelnen Bedeutungen lassen sich dann unpassende Wörter löschen und neue hinzufügen.

Zur Durchführung der Suche gibt es verschiedene Suchstrategien: In der Regel ist die Suchstrategie vom Besonderen zum Allgemeinen, d.h. die Suchbegriffe sollten so spezifisch formuliert sein, dass man spezifische Ergebnisse erwartet und auch erhält. Wenn das einmal nicht der Fall sein sollte, dann wäre die Suchrichtung derart zu verändern, dass man die Suchbegriffe etwas allgemeiner formuliert. Kennt man sich mit dem zu bearbeitenden Thema überhaupt noch nicht aus, z.B. weil es von Anderen vorgegeben worden ist, dann sollte man sowieso mit allgemeineren Begriffen beginnen und sich stufenweise dem eigentlichen Thema annähern.

Eine weitere Strategie besteht darin, für alle neuen Anregungen offen zu bleiben. Auf diese Weise generiert man aus den Suchergebnissen neue Begriffe mit dem Ziel, die Suche immer spezifischer zu gestalten. Das nennt man das “Schneeballverfahren‘. das einen pragmatischen Ansatz verfolgt (Müller. Ragnar et al. 2013, S. 13).

Weitere Suchstrategien sind Joker, Phrasen und Verknüpfungen. Beim Joker – auch Trunkierung genannt – handelt es sich um Zeichen, durch die eine ganze Zeichenfolge ersetzt wird. Wenn man also / Spiel* / eingibt, dann können als Suchergebnisse auch Wörter auftauchen wie Spieler, spielen, Spielstraße, Spielwiese usw. Bei der Eingabe von / Auto* / wird beispielsweise nach Automobil, Automation, Automatismus, Autoreisezug, Autonomie usw. gesucht. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Recherchen zusammenfassen, z.B. indem Singular und Plural oder auch verschiedene Kasus in einer Recherche zusammengefasst werden. Am häufigsten wird das Zeichen * oder auch ein Fragezeichen als Joker verwendet. Trunkieren lässt sich nicht nur hinter, sondern auch vor einem Wortstamm. Trunkiert man beispielsweise vor dem Wortstamm / *Biochemie /, dann erhält man auch Suchergebnisse wie Pathobiochemie.

Die Phrasensuche bezeichnet die Suche nach der exakten Reihenfolge der angegebenen Suchbegriffe. Eine Phrase wird in Anführungszeichen gesetzt. Bei der Literatursuche ist die Phrasensuche immer dann wichtig, wenn die Einzelteile der Wortfolge sehr allgemein sind und dadurch eine zu große Treffermenge erzielt würde. Beispiel: Die Phrasensuche / “Deutsche Bank” /findet passende Treffer zu der gesuchten Institution, und nicht zu deutschen Banken im Allgemeinen. Die Phrasensuche lohnt sich ganz besonders bei Personennamen.

Verknüpfungen dienen dazu, zwei oder mehr Suchbegriffe miteinander zu verbinden. Dies geschieht mittels der Boole‘schen Operatoren (benannt nach dem Mathematiker George Boole) OR, AND und NOT (manchmal auch korrekt “and not” genannt). Die Methode kommt aus der Mengenlehre.

Der Suchoperator OR bildet die Vereinigungsmenge (= Gesamtmenge) aus zwei oder mehr Suchbegriffen. Beispiel: /Dekubitus OR Druckgeschwür/. Mit der OR-Verknüpfung lassen sich in einem Suchvorgang z.B. Synonyme einschließen, aber auch verschiedene Sprachen oder Schreibweisen gleichzeitig berücksichtigen. Zudem ist es sinnvoll, erst einmal mittels des OR-Operators von einer Gesamtmenge auszugehen, um dann das Spezifische herauszfiltern.

Der Suchoperator AND bildet die Schnittmenge aus zwei oder mehr Suchbegriffen. Beispiel: / Dehubitus AND Risiko /. Mit der AND-Verknüpfung lässt sich sehr präzise suchen.

Mit Hilfe des Suchoperators NOT lassen sich bestimmte Begriffe oder Aspekte aus einer Ergebnismenge ausschließen. Man spricht dann von einer Differenzmenge. Beispiel: / Brot NOT Kümmel /.

Diese drei grundlegenden Verknüpfungen lassen sich natürlich auch miteinander verbinden, z.B. / Brot AND (Weizen OR Roggen) NOT Kümmel /. Bei dieser Suchanfrage wird gesucht nach Brot, Weizen oder Roggen ist egal, aber bloß kein Kümmel. Das Beispiel zeigt, dass Suchabfragen recht kompliziert sein können. Genau deshalb wurden Suchmenüs entwickelt, die die Möglichkeit bieten, diese Einstellungen per Aufklappmenüs und Setzen von Häkchen vorzunehmen. Auf diese Weise bleibt der Spieleffekt und der Spaß beim Suchen erhalten.

Die meisten Suchinstrumente – nicht nur die Fachdatenbanken, sondern auch die allgemeinen Suchmaschinen – bieten die Möglichkeit der erweiterten Suche (advanced search) an. Mit diesem Instrument lässt sich die Suchanfrage viel präziser formulieren. Folglich sind auch die Suchergebnisse wesentlich präziser und in ihrer Anzahl reduziert. Man sollte also dieses Hilfsmittel unbedingt nutzen. Probieren Sie selbst einmal die erweiterte Suche von Google aus. Sie sollten im Rahmen einer Literaturrecherche bei jedem Suchinstrument stets die “erweiterte Suche”, die zuweilen auch als “Expertensuche” bezeichnet wird, benutzen!

Der nächste Schritt besteht darin, die gefundenen Literaturzitate für den Zweck der Beschaffung der Literatur zu ordnen. Es ist zu klären, um welche Form von Literatur es sich handelt. Handelt es sich um eine Monographie, eine Hochschulschrift (Dissertation, Diplom-, Master-, Bachelorarbeit), ein Beitrag in Sammelwerken (Bücher, Kongressbände, Festschriften) oder um einen Aufsatz / Artikel in einer Zeitschrift. Abhängig von der Form der Literatur ist die Schreibweise der Literaturzitate in den Quellenangaben, d.h. man erkennt die Publikationsform sofort anhand der Literaturzitation.

Im letzten Schritt der zweiten Phase geht es um die Literaturbeschaffung. Hierfür gibt es unterschiedliche Bezugsquellen wie der Buchhandel, der Online-Buchhandel, das Antiquariat, Archive, Bücher und Zeitschriften zur Ausleihe in Bibliotheken und über die Fernleihe. Elektronische Zeitschriften, E-Books sowie Dokumentenlieferdienste wie Subito, AutoDoc oder der Lieferdienst von ZB MED, die Ihnen Artikel aus wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern als PDF gegen entsprechende Grund- und Copyrightgebühren zuschicken.

3. Phase
Die dritte Phase der Literatursuche beschreibt den Prozess der Bewertung der Informationsquellen (Schritt 10), ehe diese dann zum Zweck der Bearbeitung der eingangs formulierten Frage bzw. Problematik zusammengeführt werden (Schritt 11). Die Suchergebnisse sind kritisch zu bewerten, ehe sie als Wissensquelle benutzt werden sollten. Nun ist es allerdings so, dass die Bewertung der Quellen nicht erst am Ende stattfindet, sondern kontinuierlich während des gesamten Suchprozesses. Dadurch wird die eigene Suche zugleich ständig verändert und korrigiert. Dies macht abermals deutlich, dass die Literaturrecherche nicht als ein linearer Verlauf verstanden werden darf.

Die nächste Frage, die sich stellt, ist, woran man eigentlich die Qualität von Informationen erkennt? Relevanz für das eigene Thema, die sich anhand einer Relevanz-Prüfung evaluieren lässt, ist sicherlich ein notwendiges, wenn auch kein hinreichendes Kriterium. Relevant ist eine Information dann, wenn sie transparent und nachvollziehbar in der Lage ist zur Lösung eines definierten Problems beizutragen. Nachfolgend werden in einer modifizierten Anlehnung an Bernd Heesen weitere Qualitätskriterien aufgeführt, die als weitgehend anerkannt gelten dürfen, wenngleich einige Kriterien selbst wieder kritisch zu hinterfragen sind. Hinzu kommt, dass ihre Anwendung abhängig ist von der jeweiligen Publikationsart.

Neben der bereits besprochenen Relevanz geht es zunächst einmal um die Objektivität der Information: Die Informationen sollten möglichst wertfrei und unvoreingenommen beschrieben (deskriptive Aussagen) bzw. in ihrer Bewertung und Kritik (normative Aussagen) nachvollziehbar begründet sein. Zur Objektivität gehört aber auch die Referenz, die sich sowohl auf die Reputation des Verfassers, als auch auf die Reputation der Verlage bzw. Herausgeber bezieht. Eng damit verbunden sind die Qualitätsmerkmale der Zitierfähigkeit und der Zitierwürdigkeit, die indirekt über die wissenschaftliche Bedeutung der jeweiligen Quelle Auskunft geben. Diese lässt sich auch messen mittels des Peer Reviewing und des Impact Factors. 

Das Kriterium der Signifikanz meint die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit der Information. Jeder Experte ist in der Lage, die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit einer Fragestellung oder Problematik schnell zu erfassen. Signifikanz zielt aber auch auf Prägnanz und meint die inhaltliche Schärfe der Quelle: Der Text sollte knapp und genau formuliert sein. Quantität ist keineswegs ein Ausdruck von Qualität. Inhaltliche Redundanzen sind nicht nur zu vermeiden, sondern weisen darauf hin, dass der Autor nichts Wesentliches zur Lösung des Themas bzw. der Problematik beizutragen hat. Eine Dissertation. die mehr als 150 Seiten lang ist, scheint bereits in der Problemformulierung wenig prägnant zu sein. Aber auch hier gilt der oben formulierte Satz: “Quantität ist keineswegs ein Ausdruck von Qualität”. Es könnte also durchaus sein, dass eine 300 seitige Dissertation von hoher Qualität ist. Hier sollte dann aber das pragmatische Kriterium der Zumutbarkeit in Anwendung gebracht werden.

Das Kriterium der Aktualität ist abhängig von der Fragestellung und dem Fachbereich. So sollte die Literatur, die sich mit einer historischen Fragestellung befasst, insofern aktuell sein, dass sie den derzeitigen Forschungsstand zum Thema widerspiegelt. Die Nichterwähnung aktueller Erkenntnisse ermöglicht es dem kompetenten Leser schnell zu erkennen, ob die vorliegende Arbeit auf den aktuellen Forschungsstand Bezug nimmt oder nicht. Die historische Quelle selbst hingegen sollte nicht aktuell sein, sondern Nähe zum historischen Geschehen aufweisen. Die Qualität einer Information zeichnet sich nicht zuletzt durch die Bezugnahme auf Primärquellen aus. Ein Aufsatz über “Die Verwandlung” von Franz Kafka, der überhaupt nicht auf die Primärquelle Bezug nimmt, sondern überwiegend auf Sekundärquellen rekurriert, ist ziemlich wertlos.

Das Kriterium der Übersichtlichkeit bezieht sich auf die Gliederung und Gestaltung. Dem Leser sollten die Aspekte der Arbeit in einer allgemein üblichen und logischen Abfolge präsentiert werden. Folgende Elemente sollten enthalten sein: Beschreibung des Problems bzw. der Fragestellungen und Hypothesen, Zielsetzung und erwarteter Nutzen der Arbeit. Die Prämissen und methodischen Vorgehensweisen sind zu erläutern. Der aktuelle Wissensstand ist zu präsentieren (Literaturüberblick). Die eigenen neuen Ergebnisse sind vorzustellen, abgerundet durch eine Zusammenfassung, einen Ausblick und eine kritische Einordnung der eigenen Ergebnisse. Dies sollte dem Leser in einer übersichtlichen Art präsentiert werden.

Das Kriterium der Nachvollziehbarkeit beinhaltet zunächst einmal die Überprüfbarkeit, d.h. alle Aussagen müssen durch Quellen belegt sein. Die Quellen müssen vollständig, korrekt und einheitlich entsprechend einer anerkannten Zitierweise ausgewiesen sein. Zur Nachvollziehbarkeit gehört auch die Reliabilität, die auf die Korrektheit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit der Ergebnisse zielt. Validität ist eine weitere Größe der Nachvollziehbarkeit. Die Validität fragt nach der Gültigkeit eines Textes: Die Frage ist, ob die Inhalte und Methoden angemessen sind und zur Beantwortung der Fragestellung beitragen, oder ob sie das Thema verfehlt haben. Schließlich geht es um die Logik der Arbeit. Gemeint ist damit, dass in unserem logischen Verständnis eine Widersprüchlichkeit in der Argumentation nicht zu akzeptieren ist.

Die formale Korrektheit umfasst vor allem die Sprache, Grammatik und Interpunktion. Die Gliederung sollte die geforderten Elemente beinhalten.

Abschließend (Schritt 11) werden die ausgewählten Informationsergebnisse synthetisiert, d. h. die verschiedenen Konzepte, der Theorien, Aussagen und Forschungsergebnisse werden zusammengeführt, um die zu Beginn aufgeworfene Problematik zu bearbeiten.

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C. Ebster: Suche im Bibliothekskatalog

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C. Ebster: Suche in Literaturdatenbanken

Literatur
  • Ebster, Claus; Stalzer, Lieselotte (2017): Wissenschaftliches Arbeiten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. 5.‚ überarb. Aufl., Wien.
  • Franck, Norbert; Stary, Joachim (Hrsg.) (2013): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 17., überrab. Aufl., Paderborn.
  • Heesen, Bernd (2014): Wissenschaftliches Arbeiten – Methodenwissen für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium. 3., durchgesehene und ergänzte Aufl., Berlin, Heidelberg.
  • Kleibel, Veronika; Mayer, Hanna (2011): Literaturrecherche für Gesundheitsberufe. 2. Aufl., Wien.
  • Müller, Ragnar; Plieninger, Jürgen; Rapp, Christian (2013): Recherche 2.0 – Finden und Weiterverarbeiten in Studium und Beruf, Wiesbaden.

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